Der Aufpicker
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Seit Neuestem ist eine neue Aufgabe hinzugekommen. Unser Dorfmeister versucht, diese nervigen Aufkleber
von dem Rundweg-Geländer abzulösen, das die Touristen und Wanderer auf dem Rheinsteig vor dem Absturz
vom Erpeler Leyfelsen ins Rheintal schützt. Aber nur wenige Sticker lassen sich leicht und
rückstandsfrei lösen. Manche reißen nur oberflächlich ab. Immerhin muss man den Quatsch nicht mehr
lesen, z. B. dass es hier ein Syndikat gibt. Oder dass Enya unsterblich verliebt ihren Tarik geheiratet
hat. Es wird auch auf hilfreiche Medikamente aufmerksam gemacht.
Vor kurzem beobachtete ein Spaziergänger, wie Friedl Kraft mit einem Taschenmesser die letzten Klebereste wegschabte, und fragte: "Warum machen Sie das?"
"Ja, warum eigentlich? Finden Sie die Aufkleber schön und wertvoll?" Unser Dorfmeister zeigte der ganzen Länge nach auf das Geländer, das seit Jahren schon vollgehängt ist mit Liebesschlössern. "Die Kleber versauen alles. Liebe okay, aber Werbung? Nö! - Ich komm aber nicht nach."
"Eigentlich muss ich Danke sagen", meinte der Mann im Weitergehen.
Na gut. Zumindest war ihm die Sache nicht mehr schnurzpiepegal.
Vor kurzem beobachtete ein Spaziergänger, wie Friedl Kraft mit einem Taschenmesser die letzten Klebereste wegschabte, und fragte: "Warum machen Sie das?"
"Ja, warum eigentlich? Finden Sie die Aufkleber schön und wertvoll?" Unser Dorfmeister zeigte der ganzen Länge nach auf das Geländer, das seit Jahren schon vollgehängt ist mit Liebesschlössern. "Die Kleber versauen alles. Liebe okay, aber Werbung? Nö! - Ich komm aber nicht nach."
"Eigentlich muss ich Danke sagen", meinte der Mann im Weitergehen.
Na gut. Zumindest war ihm die Sache nicht mehr schnurzpiepegal.